Modelle und Methoden der Bürgerbeteiligung
»Es ist eine demokratische und inhaltliche Selbstverständlichkeit, dass die Menschen das Haus, in dem sie leben wollen, selbst planen und gestalten können.«
(Bertolt Brecht)
Die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an den sie betreffenden Fragestellungen und Entscheidungen ist im Großen und Ganzen allgemein akzeptiert und ihr wurde ein deutlich größerer Stellenwert eingeräumt. Dabei wurde in den letzten Jahren aber auch immer stärker die Frage nach der methodischen Gestaltung, also nach dem Wie der Beteiligung gestellt und die hier präsentierten Modelle und Methoden geben darauf sehr differenzierte Antworten
»Es ist eine Irrlehre, dass es Fragen gibt, die für normale Menschen zu groß und zu kompliziert seien. Akzeptiert man einen solchen Gedanken, so hat man einen ersten Schritt in Richtung Technokratie, Expertenherrschaft, Oligarchie getan. (...) Die Politik ist zugänglich, beeinflussbar für jeden. Das ist der zentrale Punkt der Demokratie.« (Olof Palme)
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Das Grundanliegen der Bürgerbeteiligung besteht darin, die Legitimation in gesellschaftlichen Entscheidungs- und Verhandlungsprozessen auf eine möglichst breite Basis zu stellen. Ihre Qualität hängt im wesentlichen zunächst davon ab, wie es gelingt, Sach- und Wissensfragen aber auch unterschiedliche Interessenlagen angemessen zu klären. Weitere Qualitätskriterien finden sich in der Art und Weise, wie unterschiedliche Werte, Interessen berücksichtigt und vielleicht sogar zum Ausgleich gebracht werden können
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Hier finden Sie eine alphabetische Auflistung aller dargestellten Modelle und Methoden der Bürgerbeteiligung. Ein Klick auf das jeweilige Thema führt Sie zu den entsprechenden Seiten. Über den Menüpunkt »Modelle und Methoden von A bis Z« gelangen Sie jederzeit wieder zu dieser Linkliste zurück
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Die hier vorgestellen Methoden, Moderation und Open Space eignen sich in besonderer Weise zur Organisation offener, partizipativer aber durchaus zielgerichteter Kommunikationsprozesse in Gruppen unterschiedlicher Größe. Sie initiieren »lernende Organisatione« auf Zeit zur Entwicklung angemessener Lösungen für komplexe Probleme
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Richtet sich der Wille zur Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger auf mittel- bis langfristige Prozesse der Veränderung, des fantasievollen Wandels dann helfen Appreciative Inquiry, Szenariotechnik, Zukunftskonferenz oder Zukunftswerkstatt. Sie ermöglichen die Entwicklung von Visionen und realitätsnahen Zukunftsvorstellungen, aber auch von Plänen und Pfaden der Umsetzung
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Konfliktreiche gesellschaftliche Fragestellungen im Großen, wie umstrittene Themen im Kleinen sind oft durch scheinbar unversöhnliche Interessengegensätze und Blockaden der Kommunikation gekennzeichnet. Dem Ziel, solche Blockaden aufzulösen und auch härteste Konflikte wieder bearbeitbar zu machen, dienen Methoden und Verfahren wie Diskurs, Walt-Disney-Methode, Konsensuskonferenz, Mediation und Runder Tisch.
Sie können unterschiedliche Aussagen, Argumente, Sichtweisen und Interessen in relativer Unabhängigkeit vom Status der Beteiligten mindestens nachvollziehbar machen.
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Der größte Teil der Modelle und Verfahren zur Bürger(innen)beteilligung setzt Interesse, Motivation und Engagement der betroffenen Menschen zur Gestaltung ihres (näheren und weiteren) Lebensraumes voraus. Häufig bedarf es aber besonderer Anreize, Methoden und Kommunikationsformen, die Bürgerinnen und Bürger zur Artikulation ihrer Meinung und zur konkreten Mitarbeit an zivilgesellschaftlichen Gestaltungsprozessen zu bewegen
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Das Bürgerschaftliche Engagement verstärkt sich, nicht zuletzt in Fragen der Gestaltung des unmittelbaren Lebensraumes. Es trifft aber auch auf größere Offenheit von Politik und Verwaltung zur Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gerade an konkreten Planungen auf lokaler Ebene. Dabei kommt es oft zu schwer überbrückbaren Gegensätzen zwischen bürgerschaftlicher Betroffenheit und administrativem Expertentum. Die folgenden Beteiligungsmodelle, von der Anwaltsplanung bis zu den Stadteilforen, versuchen diese Kluft zu überbrücken, Beteiligung zu professionalisieren, sie aber auch als wertvolle Ressource politischer Planungsprozesse fort zu entwickeln
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