19. Oktober 2015

Praxiswissen: Gemeinschaftsgärten, Flüchtlinge & Engagement

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Inter- und multikulturelle Angelegenheiten, Umwelt/ Natur/ Energie, Vereinsarbeit, Wohnen/ Wohnumfeld/ Konsum/ Verkehr

© Timo Jaster/Stiftung Mitarbeit

Gemeinschaftsgärten sind Orte, an denen Flüchtlinge willkommen sind. Viele Gartenprojekte aus der ganzen Bundesrepublik haben bereits Kontakte zu Flüchtlingen geknüpft, andere machen sich gerade auf den Weg. Tipps und Unterstützung für die Arbeit mit Flüchtlingen bietet nun ein neues Praxisblatt der »Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis«. Das Praxisblatt gibt einen Einblick in Erfahrungen von unterschiedlichen Gartenprojekten in der Arbeit mit Flüchtlingen und Asylbewerber/innen.

Täglich fliehen Menschen aus den Kriegsgebieten der Welt. Insbesondere Flüchtlinge aus dem Nahen Osten machen sich verstärkt auf den gefährlichen Weg nach Europa. In Deutschland treffen die Geflüchteten vielerorts auf eine Welle von Hilfsbereitschaft, die von mannigfaltigem bürgerschaftlichen Engagement getragen ist. Ohne die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit wäre Deutschland in diesen Tagen ein anderes Land.

Ein gutes Beispiel für gelingendes Engagement von und für Flüchtlinge sind sog. Gemeinschaftsgärten oder Interkulturelle Gärten. Vielerorts bieten sie als Orte der Begegnung und des Lernens vielfältige Anknüpfungspunkte für ein gemeinsames Handeln von Einheimischen und Geflüchteten.

Dabei identifiziert die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis drei Haupttypen von Gartenprojekten, die Erfahrung mit geflüchteten Menschen haben.

  • Gärten, die im Kontext von Flucht und Asyl entstanden sind und sich nicht auf dem Gelände von Heimen befinden.
  • Gärten, die Parzellen oder Bereiche mit/für geflüchtete Menschen aufgebaut haben.
  • Gartenprojekte, die direkt auf dem Gelände von Unterkünften und Übergangswohnheimen entstehen.

Doch wie erreichen (interkulturelle) Gemeinschaftsgärten Flüchtlinge und Asylbewerber/innen? Was gilt es für Ehrenamtliche in der alltäglichen Arbeit zu beachten, welche konkreten Herausforderungen stellen sich? Das aktuelle Praxisblatt der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gibt Antworten auf diese Fragen. Es zeigt anschaulich und anhand vieler guter Beispiele aus der ganzen Republik, wie gärtnerische Willkommenskultur vor Ort gelingen kann.

Tipp: Bundesweite Karte urbaner Gemeinschaftsgärten (Quelle: anstiftung & ertomis)

Das bürgerschaftliches Engagement von, mit und für Migrantinnen und Migranten hat viele Facetten. Ob Migrantenorganisationen oder Patenschaftsprojekte: Wir skizzieren hier auf diesem Portal verschiedene Engagementformen und Handlungsfelder.