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Wie viele sind wie aktiv?

23,4 Millionen Menschen sind freiwillig aktiv - das entspricht 36 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren. Dies ist das zentrale Ergebnis des zweiten Freiwilligensurveys von 2004. Diese Längsschnittuntersuchung wurde vom Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest Sozialforschung im Auftrag des Bundesminsiteriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt.

Der zweite Freiwilligensurvey ergab im Vergleich zum ersten Freiwilligensurvey im Jahre 1999 eine Steigerung um 2 Prozent. In der Untersuchung 1999 wurde ermittelt, dass jede/r Dritte (34 Prozent) nach eigener Angabe ehrenamtlich aktiv ist. Hochgerechnet wären das rund 22 Millionen Bundesbürger und -bürgerinnen.

Schon 1994 wurde In einer vergleichenden Studie zum bürgerschaftlichen Engagement in verschiedenen europäischen Ländern ermittelt, daß 18 Prozent der Erwachsenen Bundesbürger/innen ab 14 Jahren, d.h. ca. 12 Millionen Menschen, in irgendeiner Form (sozial, politisch, sportlich, ökologisch etc.) freiwillig für andere tätig waren. Mit diesem Anteil schnitt Deutschland im Vergleich zu den meisten anderen untersuchten Ländern sehr unterdurchschnittlich ab. Allerdings stellte man auch fest, daß diejenigen, die sich engagieren, dies in Deutschland besonders intensiv tun.

literaturtipp

Gaskin, Katharine / Smith, Justin Davis / Paulwitz, Irmtraut. et al.: Ein neues bürgerschaftliches Europa. Eine Untersuchung zur Verbreitung und Rolle von Volunteering in zehn Ländern. Freiburg im Breisgau 1996

Neuere Ergebnisse bietet der European Social Survey (ESS) mit den Daten der ersten Welle 2002/2003. Dort wurden vier Kategorien für organisationsbezogenens bürgerschaftliches Engagement benutzt: Mitgliedschaft, Beteiligung, Spenden und aktive Mitarbeit. Danach  hat Deutschland mittlerweile eine Position im Mittelfeld im europäischen Ländervergleich erreicht.

literaturtipp

Zimmer, Annette / Vilain, Michael: Bürgerschaftliches Engagement heute. Schriftenreihe der Stiftung Westfalen-Initiative, Ibbenbüren 2005

Für die so unterschiedlichen Wertungen und empirischen Ergebnisse gibt es mindestens zwei grundsätzliche Erklärungen. Eine besteht in Veränderungen und in der Vielfältigkeit des bürgerschaftlichen Engagements, die andere in seiner methodisch schwierigen Meß- und Erfaßbarkeit.

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