Lokale Agenda 1 (1)
1992 hat die Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio ein Handlungsprogramm für das 21. Jahrhundert, die Agenda 21, zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen beschlossen. Dabei stehen die Themen Umwelt und Entwicklung im Mittelpunkt.
Im Kapitel 28 »Initiativen der Kommunen zur Unterstützung der Agenda 21« wird die besondere Bedeutung der Kommunen herausgestellt und gefordert, dass die Gemeinden einen kommunalen Konsultationsprozess durchführen und einen Konsens hinsichtlich einer lokalen Agenda 21 für die Gemeinschaft anstreben. An diesem Konsultationsprozess sind die Bürgerinnen und Bürger und ihre Verbände aktiv zu beteiligen.
In zahlreichen Kommunen sind in den letzten Jahren dank engagierter Bürgerinnen und Bürger viele interessante Initiativen zur Aufstellung und Umsetzung der Lokalen Agenda entstanden . Bemerkenswert ist dabei auch die Vielfalt und Buntheit der Ansätze.
Um die verschiedenen Ansätze im Rahmen der lokalen Agenda zu fördern und weiterzuentwickeln und den Informationsaustausch zu ermöglichen, gibt es eine Reihe von Unterstützungseinrichtungen. Einige seien hier genannt:

Das Forum Umwelt und Entwicklung ist der Zusammenschluss deutscher Nicht-Regierungs-Organisationen zur Umsetzung der Beschlüsse der Rio-Konferenz.

Ziel von InWent ist der Know how-Transfer zwischen Nord und Süd, Ost und West, internationaler Erfahrungsaustausch, Anregung von Entwicklungsprozessen und weltweite Zusammenarbeit. Die Landesstellen unterstützen Bildungsarbeit zu entwicklungspolitischen Themen. InWEnt, Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH, entstand als Zusammenschluss der Carl-Duisberg-Gesellschaft mit der Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung und ist seit 2011 Teil der Deutschen gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).
Die »Servicestelle Kommunen in der Einen Welt« unterstützt die Kommunen in allen Fragen der kommunalen Entwicklungspolitik. Da auf der lokalen Ebene oft auch nationale Beschlüsse und Empfehlungen konkret umgesetzt werden, unterstützt die Servicestelle solche Prozesse mit ihren internationalen Erfahrungen und Kontakten. In einer Datenbank lässt sich über eine differenzierte Suchfunktion nach Förderquellen recherchieren, ausserdem werden einige Finanzierungsbeispiele im Bereich Agenda 21 vorgestellt.

ICLEI – Local Governments for Sustainability – wurde als ICLEI – The International Council for Local Environmental Initiatives – 1990 mit dem Ziel gegründet, durch internationale Zusammenarbeit der Kommunen eine globale nachhaltige Entwicklung voranzubringen. Inzwischen haben sich mehr als 450 Gebietskörperschaften und Kommunalverbände in allen Kontinenten ICLEI angeschlossen. In Europa arbeitet ICLEI vor allem zu den Schwerpunkten Urban Governance und Lokale Agenda 21, Nachaltigkeitsmanagement, nachhaltige öffentliche Beschaffung und Klima und Luftqualität. Aktivitäten, Produkte und Dienstleistungen umfassen nicht nur Kampagnen und Anwaltschaft, sondern auch Veranstaltungen und Netzwerke, Publikationen und Informationssysteme, Werkzeuge, Training und Beratung, sowie Forschungs- und Pilotprojekte.



