Freiwillige in Organisationen 3 (3)
Zertifizierung
Die Zertifizierung zum Nachweis ehrenamtlicher Tätigkeit, wie sie z.B. in einigen Kommunen eingeführt wurde, oder die in einigen Bundesländern mögliche Bescheinigung ehrenamtlichen Engagements in Schulzeugnissen sind ebenfalls positive Formen der Anerkennung. Vorher sollte allerdings geklärt sein, ob die betreffenden Personen dies auch so möchten.
Die juleica, die bundesweit gültige JugendleiterInnen-Card weist nach, dass der/die Besitzer/in ehrenamtlich als Jugendleiter/in tätig ist. Mit ihr hat er/sie z.B. Anspruch auf Beratung und Hilfe bei der eigenen ehrenamtlichen Arbeit und an einigen Stellen sogar Rabatt (Erstattungen, Fahrpreisermäßigung, Rabatte in Jugendherbergen oder bei Kulturveranstaltungen).
Einige Bundesländer haben Kompetenznachweise entwickelt, mit denen eine Organisation das Engagement der Freiwilligen schriftlich dokumentieren kann.
Abschiedskultur
Zur Befristung gehört auch die Entwicklung einer Kultur der Verabschiedung. Werden zu Beginn eines Engagements keine klaren Absprachen über ein mögliches Ausscheiden getroffen, fällt es oft schwer, sich aus dem Engagement herauszulösen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Nicht selten bleiben Aktive irgendwann einfach weg oder schlafen Aktivitäten schlichtweg nach einiger Zeit ein, ohne dass die Gründe dafür bekannt sind.
Wenn dagegen von vornherein ein Zeitpunkt festgelegt ist, an dem über eine Auflösung oder Fortsetzung gesprochen wird, ist dies für beide Seiten erfreulicher. Es ermöglicht der Organisation nicht nur für Ersatz zu sorgen, sondern auch aus Rückmeldung und Kritik zu lernen und sich bei dem/der ausscheidenden Person in angemessener Form zu bedanken und sie zu verabschieden. Ein solches Verfahren kann neben einem atmosphärisch angenehmeren Abschied auch die Möglichkeit eröffnen, zu einem späteren Zeitpunkt wieder neu einzusteigen.
Weitere Informationen und Texte in der Praxishilfe Freiwilligenkultur.



