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Forschung und Studien zu »Engagement« 1 (2)

Welche Menschen können oder wollen sich wo und wie engagieren? Worauf müssen Organisationen achten, wenn sie zum Engagement einladen wollen, wenn sie Engagement fördern wollen?

In der Diskussion um den Wandel des Ehrenamts und des freiwilligen Engagements wird immer wieder auf einige Studien Bezug genommen. Zunehmend sind dabei einzelne Personengruppen mit ihren spezifischen Engagementmöglichkeiten und Interessen in den Blick genommen worden. Im folgenden sind einige dieser Forschungsergebnisse zusammengestellt.

Studien zu bürgerschaftlichem Engagement allgemein

Die Freiwilligensurveys

Die Bundesregierung hat drei große Untersuchungen zum bürgerschaftlichen Engagement in Auftrag gegeben: die sogenannten Freiwilligensurveys.

Die Ergebnisse des letzten Freiwilligensurveys 2009 bestätigen die grundlegende Tendenz: ca. ein Drittel (36 %) der Bürgerinnen und Bürger über 14 Jahren übt eine freiwillige oder ehrenamtliche Tätigkeit aus.

Schon die Untersuchung 2004 als Wiederholung der repräsentativen Erhebung des ersten Surveys hatte gezeigt, dass der Trend zum bürgerschaftlichen Engagement anhält bzw. leicht gestiegen war: 36% der Bundesbürgerinnen und -bürger sind ehrenamtlich aktiv, das bedeutet ca 23,4 Millionen Menschen (über 14 Jahren). Dazu kommen ca. 32 % Engagementbereite.

Der erste Freiwilligensurvey von 1999 ergab als wesentliches Ergebnis, dass 34% der Bundesbürger ehrenamtlich aktiv ist und darüberhinaus ein hohes, bisher ungenutztes Engagementpotential in der Bevölkerung vorhanden ist. Dieses Ergebnis hat die wissenschaftliche wie politische Debatte über bürgerschaftliches Engagement maßgeblich beeinflußt.

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3. Freiwilligensurvey 2009: Zivilgesellschaft, soziales Kpital und freiwilliges Engagement in Deutschland 1999 - 2004 - 2009

Zentrale Ergebnisse (PDF, 154 KB, Frühjahr 2010)

Zusammenfassung (PDF, 2,3 MB, November 2010)

Hauptbericht (PDF, 3,8 MB, November 2010)

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Länderspezifische Auswertungen des Freiwilligensurveys von 2009 liegen vor für:

Berlin
Nordrhein-Westfalen
Niedersachsen
Rheinland-Pfalz

Externer Link

Zur Konzeption des 2. Freiwilligensurveys

Die Zwischenergebnisse als Überblick
Die Gesamtergebnisse als Kurzfassung (908 KB)
Die Gesamtergebnisse als vollständiger Bericht (3,6 MB)

Die Gesamtergebnisse als Publikation: Informationen und Bestellung online

Externer Link

Länderspezifische Auswertungen des Freiwilligensurveys von 2004 liegen vor für:
Baden Württemberg
Bayern
Berlin
Hessen
Niedersachsen
Nordrhein Westfalen
Sachsen
Sachsen-Anhalt

Bericht des Wissenschaftszentrums Berlin

Einen »Bericht zur Lage und zu den Perspektiven des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland« hat das WZB, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, im Sommer 2009 vorgelegt. Im Mittelpunkt der Untersuchung, die vom WZB erarbeitet und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde, steht der Zusammenhang zwischen bürgerschaftlichem Engagement und Familie. Die Forscher der Projektgruppe Zivilengagement am WZB haben herausgefunden, dass Familien, Kinder und Senioren mit 49 Prozent die wichtigsten Empfänger von Engagement sind. Die Familien engagieren sich jedoch auch selbst überdurchschnittlich häufig: Paare mit Kindern bis 14 Jahren sind zu zwei Dritteln freiwillig aktiv.
Die Homepage der Projektgruppe Zivilengagement des WZB bietet den Bericht zum Download sowie Downloads von weiteren Expertisen, die im Rahmen der Berichterstellung angefertigt wurden.

Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft

Das Maecenata Institut in Berlin beschäftigt sich mit der Forschung zu verschiedenen Themen der Zivilgesellschaft. In den vorliegenden Berichten steht vor allem die Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements im Zentrum. Eine besondere Rolle wird dabei der gesetzlichen Rahmenbedingungen für Gemeinnützigkeit zugesprochen.

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Report 2006: Bürgerengagement und Zivilgesellschaft in Deutschland.
Stand und Perspektiven, 2. Auflage, 2006 (310 KB)

Report 2005: Bürgerengagement und Zivilgesellschaft in Deutschland.
Stand und Perspektiven, 1. Auflage, 2005 (271 KB)

Freiwilliges Engagement von Migrantinnen und Migranten

Eine Recherche zum Freiwilligen Engagement von Migrantinnen und Migranten im Auftrag der Bundesregierung aus dem Jahr 2003 bietet einen Überblick über wissenschaftliche Projekte und Untersuchungsergebnisse und zeigt verschiedene Aktivitätsbereiche von Migrantinnen und Migranten auf.

Eine Befragung aus dem Jahr 2004 des Zentrums für Türkeistudien zeigt das hohe Engagement von türkischen Migrantinnen und Migranten und zeigt Ansatzpunkte für die Förderung des freiwilligen Engagements für diese Zielgruppe auf.

Grundlagen und Praxiserfahrungen in der Engagementförderung bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund stehen im Mittelpunkt einer explorativen Studie des Instituts für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung (ISSAB) der Universität Duisburg-Essen aus dem Jahr 2008.

Externer Link

Recherche zum freiwilligen Engagement von Migrantinnen und Migranten

Freiwilliges Engagement von Türkinnen und Türken in Deutschland. Eine Studie der Stiftung Zentrum für Türkeifragen im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

literaturtipp

Die vorliegende explorative Studie versammelt Grundlageninformationen zum Engagement Jugendlicher mit Migrationshintergrund. Sie zeigt u.a. auf,  dass Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund und insbesondere Jugendliche bei den klassischen Engagementformen (Sanitätsdienste, Freiwillige Feuerwehr etc.) deutlich unterrepräsentiert sind.

Engagementförderung bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund
Bonn 2008
ISBN 978-3-941143-00-5

literaturtipp

Vortmann, Marion: Freiwilliges Engagement älterer Menschen als Instrument der gesellschaftlichen Partizipation.
Münster 2001
ISBN 3-8258-5406-X  

 

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