Politische Unterstützungsstrukturen 1 (2)
Unterstützung für das bürgerschaftliche Engagement umfasst sowohl die politische Ebene wie auch die konkrete finanzielle Förderung. Die Entwicklung politischer Unterstützungsstrukturen wird in Kommissionen, Kampagnen und Vernetzungen vorangetrieben. Einige Beispiele aus den letzten Jahren sowie aktuelle Hinweise werden hier vorgestellt:
Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement

Seit dem Jahr 2002 arbeiten Organisationen aus den Bereichen Bürgergesellschaft, Staat und Wirtschaft BBE, Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement zusammen. Unterstützt wird das BBE durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, BMFSFJ.
Das Bundesnetzwerk will sich vor allem dem gegenseitigen Informations- und Erfahrungsaustausch sowie der Beratung gemeinsamer Anliegen widmen. Es ist Ansprech- und Kooperationspartner für Parlamente, Regierungen und Öffentlichkeit. Mit der Förderung von Forschungsvorhaben wird die Wissensbasis im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements erweitert.
Das Netzwerk will mit dieser Form der Kommunikation eine Plattform bieten, um
- Erfahrungen auszutauschen
- gemeinsame Anliegen zu beraten
- Neuerungen anzuregen
- Strukturwandel voranzutreiben
- Problemstellungen aus der täglichen Praxis in die Fachpolitik einzubringen
Die im Netzwerk zusammengeschlossenen Organisationen arbeiten nun kontinuierlich in acht Projektgruppen an Themenfeldern rund um das Bürgerschaftliche Engagement.
Bundesweite Aktionswochen Bürgerschaftliches Engagement

Mit dem Motto »Engagement macht stark« finden seit 2004 jährliche Aktionswochen bzw. Aktionstage statt. Die vom BBE koordinierten Aktionswochen bringen mit einer Imagekampagne und einer Bündelung von bundesweit zusammengestellten Veranstaltungen das Thema Bürgerschaftliches Engagement in einem festgelegten Zeitraum gezielt in die Öffentlichkeit.
Mit den Aktionswochen soll vor allem die Vielfalt der Engagementformen und die Bedeutung des Engagements für die Gesellschaft deutlich werden.
Engagiert in Deutschland (eid)

»Engagiert in Deutschland« versteht sich als eine Informations- und Kommunikationsplattform für bürgerschaftliches Engagement. Registrierte User/innen können Nachrichten einstellen, Projekt vorstellen oder Beiträge kommentieren. Dazu werden jeweils inhaltliche »Themenräume« angeboten. In der allgemeinen Kategorie »Engagement fördern« sind Informationen zu verschiedenen Formen des Freiwilligendienstes, dem Deutschen Engagementpreis sowie Themenräume zu Stiftungen und Wettbewerben zu finden. In den sieben Kategorien Bildung, Demokratie, Gesundheit, Kultur, Soziales, Sport und Umwelt gibt es Themenräume zu einzelnen Engagementbereichen sowie Nachrichten und Projektbeispiele. Getragen wird unser Projekt vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. und gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Nationales Forum für Engagement und Partizipation

Das unabhängige »Nationale Forum für Engagement und Partizipation« wurde 2009 vom BBE mit staatlicher Förderung eingerichtet. Im Rahmen von zwei Fachkongressen im Frühjahr 2009 haben mehr als 300 Expert/innen Eckpunkte einer engagementpolitischen Agenda erarbeitet und der Bundesregierung übergeben. Der Bericht sollte den Auftakt für die Entwicklung einer nationalen Engagementstrategie der Bundesregierung bilden, die durch das Nationale Forum begleitet wird. Ein zentraler Vorschlag des Nationalen Forums ist ein Gesetz zur nachhaltigen Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Der erste Entwurf einer Nationalen Engagementstretegie wurde Ende 2010 in einer vierwöchigen Onlinephase öffentlich diskutiert. Seit März 2011 liegt nun die Trägerschaft beim Deutschen Verein, der weitere Dialogforen zu ausgewählten Fragestellungen durchführt.



