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01.08.11

Jugend, Engagement und politische Sozialisation

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie, Schule und Bildung, Startseite

Sie organisieren Kindergottesdienste, gehen zur Jugendfeuerwehr oder leiten Pfadfindergruppen: Im Jahr 2010 waren 44,9 Prozent aller 14- bis 15-Jährigen in Deutschland ehrenamtlich engagiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Universität Würzburg. Die Studie zeigt zudem: Bürgerschaftliches Engagement steigert die Identifikation mit Demokratie.

Jugend, Engagement und politische Sozialisation: Das Forschungsprojekt »JEPS« erforscht die Auswirkungen gemeinnütziger Tätigkeit auf die Persönlichkeitsentwicklung Jugendlicher und deren Bereitschaft zu politischer Partizipation. 2.408 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 15 Jahren haben die Bildungsforscher im Zeitraum von Oktober 2010 bis Januar 2011 für ihre Studie befragt. 84,6 Prozent von ihnen sind deutscher Herkunft. Die Stichprobe umfasst jeweils zur Hälfte Mädchen (46,9 Prozent) und Jungen (53,1 Prozent). Ein Großteil der Befragten sind Schüler/innen an Gymnasien (48,1 Prozent); die Realschule besuchen 26,3 Prozent; Hauptschüler/innen stellen einen Anteil von 20,4 Prozent. Beinahe die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland hat sich demnach im Jahr 2010 ehrenamtlich engagiert. Die Engagementquote hängt jedoch von der besuchten Schulform ab: Während sich bei Gymnasiasten der Studie zufolge jede/r Zweite engagiert, war unter Hauptschüler/innen nur jede/r dritte Befragte sozial aktiv. Der Unterschied lässt sich nach Ansicht der Forscher/innen in erster Linie mit einer größeren Nähe zum Ehrenamt bei bildungsnahen Familien erklären. Hauptschüler/innen müssten daher in Zukunft gezielt für bürgerschaftliches Engagement gewonnen werden; engagementfördernde Programme sollten sich stärker an dieser Zielgruppe ausrichten. Insgesamt zeigt die Studie: bürgerschaftliches Engagement steigert das Selbstwertgefühl der Jugendlichen und fördert die positive Entwicklung im Jugendalter. Die Studie liefert zudem Hinweise darauf, dass engagierte Jugendliche sich selbst stärker als Teil »ihrer« Gesellschaft begreifen und auch in Zukunft als Erwachsene häufiger gesellschaftlich aktiv sein wollen.

Die Studie im Wortlaut (PDF)


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