Flüchtlinge, Engagement und Kirchenasyl
Das freiwillige Engagement für Flüchtlinge findet häufig auch in kirchlichem Umfeld statt. Eine besondere Form der Unterstützung bildet hier die sog. Kirchenasylbewegung, die seit den frühen 1980er Jahren in Deutschland aktiv ist. Kirchenasyl wird dabei als Moratorium verstanden, in dem die Frage der Schutzbedürftigkeit der Menschen ohne Aufenthaltstitel und ohne Papiere neu bewertet wird. Fanny Dethloff, Pastorin und Vorsitzende der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche, erläutert in ihrem Gastbeitrag die Geschichte und aktuelle Praxis des Kirchenasyls in Deutschland. Für sie ist klar: die Gewährung von Kirchenasyl beinhaltet immer auch die Frage nach kirchlichem, menschenrechtlich und christlich motiviertem Widerstand innerhalb demokratischer Strukturen.


