Publikationshinweise 4 (4)
Netzwerk bürgerorientierte Kommunen in Deutschland:
Sinning,Heidi/Wimmer, Ansgar (Hrsg.): Bürgerorientierte Kommunen in Deutschland - ein Wegweiser. Projektdokumentation, Band 2: Kurzsportraits aus der ersten Wettbewerbsphase. Verlag Bertelsmann-Stiftung, Gütersloh 2000
Die Bertelsmann Stiftung und der Verein Aktive Bürgerschaft e.V. haben 1999 den bundesweiten Wettbewerb »Bürgerorientierte Kommune« ausgeschrieben. In dieser Projektdokumentation werden die Steckbriefe bürgerorientierter Kommunen und viele interessante Beispiele für bürgerorientiertes Handeln präsentiert. Deutlich wird, wie vielfältig die Möglichkeiten bürgerorientierter Politik auf lokaler Ebene sind.
Pröhl, Marga/Sinning,Heidi/Nährlich, Stefan (Hrsg): Bürgerorientierte Kommunen in Deutschland - Anforderungen und Qualitätsbausteine. Band 3: Ergebnisse und Perpektiven des Netzwerkes CIVITAS. Verlag Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 2002
Dieser Band präsentiert die Ergebnisse des Netzwerks und benennt Anforderungen an kommunales Qualitätsmanagement. Er enthält ausserdem Aufsätze zum Thema Bürgergesellschaft als theoretischem und konzeptionellem Rahmen und bietet einen reichen Fundes an Anstößen und Ideen zum Themenfeld Bürgerorientierung.
Olk, Thomas/Klein, Ansgar/Hartnuß, Birger (Hg.): Engagementpolitik – Die Entwicklung der Zivilgesellschaft als politische Aufgabe. 2010, 639 S., 49,90 Euro, ISBN 978-3-531-16232-4
Die Verbesserung der Rahmenbedingungen des bürgerschaftlichen Engagements und die Stärkung zivilgesellschaftlicher Infrastrukturen haben seit der Enquete-Kommission »Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements« als Anliegen an Bedeutung gewonnen. Nicht nur zivilgesellschaftliche Akteure, sondern auch Unternehmen (Corporate Citizenship) sowie Bund, Länder und Kommunen haben die Engagementförderung stärker auf ihre Agenda genommen. Der Band bietet umfassende Darstellungen von Leitbildern und ideengeschichtlichen Bezügen der Engagementpolitik, analysiert die Mitwirkung gesellschaftlicher Akteure an den engagementpolitischen Entscheidungsprozessen im föderalen System Deutschlands sowie im europäischen Vergleich. Präsentiert werden zudem differenzierte Darstellungen von Feldern der Engagementpolitik – Bildung, Integration, Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik, Gesundheitswesen und Pflege, Umwelt und »welfare mix« im Bereich sozialer Dienste sowie eine demokratiepolitische Bilanz.
Saiger, Helmut: Die Zukunft der Arbeit liegt nicht im Beruf. Neue Beschäftigungs- und Lebensmodelle. Kösel Verlag 1997
Helmut Saiger stellt hier Ideen für eine neue Bürgergesellschaft vor, deren Rahmen fünf gleich anerkannte Arbeiten bilden: Erwerbsarbeit, Eigenarbeit und Kooperation für Haushalt und Familie, Tauscharbeit, Freiwilligen- und Gemeinsinnarbeit, Bildungs- und Wissensarbeit. Die fünf Arbeiten können in den individuellen Lebenszyklen immer wieder neu kombiniert werden. Neben dem Erwerbseinkommen sind ganz neue Einkommen möglich. Auch wer nicht alle Ideen des Autors teilt, findet hier eine Fülle von spannenden Anregungen und weiterführenden Hinweisen zur Neuordnung des Verhältnisses von Erwerbs- und Nichterwerbs-Arbeit.
Sintomer, Yves / Herzberg, Carsten / Röcke, Anja: Der Bürgerhaushalt in Europa – eine realistische Utopie? Zwischen Partizipativer Demokratie, Verwaltungsmodernisierung und sozialer Gerechtigkeit. Wiesbaden 2010, 378 S., 49,95 Euro, ISBN: 978-3-531-17083-1
Es gibt eine Wahlverwandtschaft von Partizipation und Verwaltungsmodernisierung – dies ist die zentrale These des Buches, die anhand einer systematisch-vergleichenden Studie zum Bürgerhaushalt in Europa vorgestellt wird. Bürgerhaushalte gehören zu den innovativsten Verfahren der Bürgerpartizipation heute und haben sich während der letzten Jahre in mehreren europäischen Ländern entwickelt. In diesem Buch werden die Verfahrensweise und Ergebnisse der Bürgerhaushalte in Europa vorgestellt sowie eine Typologie der partizipativen Demokratie allgemein. Darüber hinaus gibt das Buch Einblick in die Parallelen und Differenzen lokalpolitischer Systeme und der (lokalen) Demokratie in Europa heute.
Stiftung Bürger für Bürger / Akademie für Ehrenamtlichkeit / Thomas Olk (Hrsg): Förderung des bügerschaftlichen Engagements: Fakten, Prioritäten, Empfehlungen. Berlin 2003
In der Broschüre sind in einer Sammlung von ExpertInnen-Beiträgen Stimmen der Politik, der Verbände und Organisationen sowie der Wissenschaft zusammengestellt. Die Broschüre will mit den »Prioritäten und Empfehlungen« Impulse für die aktuelle Debatte um künftige Strategien der Förderung und Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements bieten. Die gesamte Broschüre ist als PDF-Datei online (unter Veröffentlichungen) verfügbar. www.buerger-fuer-buerger.de
Stiftung MITARBEIT (Hrsg.): Freiwilliges Engagement für Flüchtlinge und von Flüchtlingen. Bonn 2010, 132 S., 10,00 Euro, ISBN 978-3-941143-05-0
Bürgerkriegsflüchtlinge und Fluchtmigrant/innen, die von Land und Kommunen aufgenommen werden, sind – soweit noch im Asylverfahren oder als abgelehnte Asylbewerber »geduldet« – nicht anerkannt und deshalb auch nicht »bleibeberechtigt« im Sinne asyl- und ausländerrechtlicher Regelungen. Flüchtlinge in Deutschland sind weit entfernt von der gleichberechtigten und gleichrangigen Beteiligung an den Chancen und Möglichkeiten der Aufnahmegesellschaft. Der rechtliche Ausnahmezustand behindert die Prozesse sozialer Integration. Die Publikation beleuchtet das bürgerschaftliche Engagement für Flüchtlinge und von Flüchtlingen in Deutschland. Initiativgruppen und Partnerschaftskreise von Bürgerinnen und Bürgern, örtliche Kirchengemeinden, Parteigliederungen, Menschenrechtsorganisationen, Initiativen und Projekte sind wesentliche Stützen der Flüchtlingsarbeit in Deutschland.
Walter, Christoph: Die Stunde des Bürgers. Stiftungsförderung im Einigungsprozeß. Hrsg. Robert Bosch Stiftung, 2004
In den neuen Bundesländern wurden nach der Wende zahlreiche neue private Stiftungen gegründet. Die Robert Bosch Stiftung hat in diesem Prozess viele Initiativen gefördert und beraten. In dem vorliegenden Buch beantwortet der Autor, der lange als Referatsleiter der Robert Bosch Stiftung in diesem Sektor tätig war, Fragen nach der Rolle der Stiftungen im Einigungsprozess. Neben einer anschaulichen Dokumentation des Förderprogrammes der Robert Bosch Stiftung enthält das Buch Länderprofile aktiver Bürgerschaft.
Wiebken Düx/Gerald Prein/Erich Sass/Claus J. Tully: Kompetenzerwerb im freiwilligen Engagement. Eine empirische Studie zum informellen Lernen im Jugendalter. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008
Dass Jugendliche nicht nur in der Schule für das Leben lernen können, erscheint als Erkenntnis nicht so neu. Neu an der Studie »Kompetenzerwerb im freiwilligen Engagement« ist, dass die nachhaltige Wirkung eines außerschulischen Lernfeldes erstmals auch empirisch nachgewiesen werden kann. Die Studie basiert auf 70 Interviews, die die TU Dortmund und das Deutsche Jugendinistitut mit jungen Engagierten aus Jugendverbänden, Schülervertretungen und Initiativen in drei Bundesländern (NRW, Bayern, Sachsen) geführt haben. Die Studie zeigt: Wer als Jugendlicher gesellschaftliche Verantwortung durch ein freiwilliges Engagement übernimmt, tut dies mit großer Wahrscheinlichkeit auch als Erwachsener.
Zimmer, Annette / Vilain, Michael: Bürgerschaftliches Engagement heute. Ibbenbüren 2006
Die beiden Autoren haben eine Reihe von Untersuchungen über Bürgerschaftliches Engagent ausgewertet und stellen in knapper Form die wesentlichen Ergbnisse dar. Auf der Basis dieses Forschungsstandes formulieren sie Thesen zu »Ehrenamt im Wandel - Herausforderungen für Politik, Wissenschaft, Vereine und Verbände«.


