Newsletter Nr 19/2007 (27.9.2007) von www.wegweiser-buergergesellschaft.de
Inhalt
Jugend in Europa
Wie wird das Recht auf auf gleiche Chancen und gesellschaftliche Teilhabe für Jugendliche in Europa umgesetzt? Wie sehen Jugendliche ihre Perspektiven in Europa? Das Deutsche Jugendinstitut die Strukturen und Konzepte europäischer Politiken für die Jugend ausgewertet und die Ergebnisse mehrerer Studien und Befragungen zusammengestellt.
Die Artikel zu diesem Themenkomplex sind im DJI Bulletin 79 als Download zugänglich.
Volksbegehren in Baden Württemberg
Das »Bündnis für mehr Demokratie«, dem mehr als 25 landesweit tätige Organisationen angehören, hat zwei Jahre nach Beginn der Unterschriftensammlung für ein landesweites Volksbegehren in einer Pressemitteilung eine gemischte Bilanz seiner Kampagne für bessere Bürgerentscheide in Baden-Württemberg gezogen. Zwar habe das Bündnis ausreichend Unterschriften für den Zulassungsantrag über ein Volksbegehren. Angesichts der hohen gesetzlichen Hürden werde das Bündnis trotz sichtbarer Teilerfolge aber auf die Einleitung eines Volksbegehrens verzichten.
Das Bündnis hatte in seinem Gesetzentwurf nach bayerischem Vorbild die Verbesserung der Bürgerentscheidsmöglichkeiten in Gemeinden und Landkreisen gefordert.
Zur Presseerklärung
Wahlrecht für Migranten
Die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretungen in NRW hat eine neue Kampagne zum Wahlrecht für Migranten in Deutschland gestartet. Mit dem Motto »Hier, wo ich lebe, will ich wählen!« wird die Einführung des kommunalen Wahlrechts für alle Migrantinnen und Migranten, die lange in Deutschland leben, gefordert. Zum Start der Kampagne haben in mehreren Kommunen die Migrantenvertretungen um Unterstützung ihres Anliegens geworben.
Die Kampagnenseite im Internet bietet Aktionsmaterialien und weitere Hintergrundinformationen zum Thema.
Zur Kampagnenwebsite
Wissensbilanzen für Netzwerke
Im Rahmen des vom Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) koordinierten EU-Projekts RICARDA haben Wissenschaftler und Praktiker aus Österreich, Schweden, Ungarn und Deutschland in den letzten zwei Jahren mit der Wissensbilanzierung eine ursprünglich für Unternehmen entwickelte Methode für regionale Netzwerke getestet und angepasst. Wissensbilanzen (engl. intellectual capital reports) unterstützen Management und Politik bei der Entwicklung von Cluster-Initiativen, indem sie über die immateriellen Aspekte von Netzwerken Auskunft geben: Über welches Know-how verfügen die Mitglieder? Wie gestaltet sich ihre Kooperation? Wie sind die Beziehungen zum Umfeld?
Im November 2007 werden im Rahmen einer Abschlusskonferenz in Berlin Vorgehensweise und Projektergebnisse vorgestellt sowie diskutiert.
Mit dem »RICARDA-Handbuch« präsentieren die Projektpartner einen Leitfaden zur selbstständigen Erarbeitung von Wissensbilanzen.
Zum Projekt RICARDA
Zum Difu
Gesunde-Städte-Netzwerk
Das Gesunde Städte-Netzwerk der Bundesrepublik versteht sich als Teil der »Gesunde Städte«-Bewegung der WHO. Zu den Zielen des Netzwerkes gehört es, Gesundheitsförderung als gesellschaftspolitische Aufgabe im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Es verfolgt dieses Ziel in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten des Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesens, der Arbeitsgebiete Umwelt, Wohnen, Stadtentwicklung, mit Initiativen, Projekten und der Selbsthilfebewegung.
Über die neu gestaltete Homepage des Netzwerkes können nun Interessierte in der Ideenbörse »Initiative mach`mit!« eigene Projekte oder Projektideen vorschlagen.
Zum Netzwerk
Friedenspsychologie
Friedenspsychologie umfasst jegliche psychologische Tätigkeit, die dem Abbau oder der Prävention von direkter (personaler) oder indirekter (struktureller) Gewalt dient. Positiv formuliert, zielt Friedenspsychologie auf die gewaltfreie Lösung von Konflikten ebenso ab wie auf die Verwirklichung politisch-ökonomisch-sozialer Gerechtigkeit.
Das Forum Friedenspsychologie hat nun eine Internetbefragung zu Berufsmöglichkeiten von Psychologinnen und Psychologen gestartet. Die Befragung richtet sich an alle Psychologinnen und Psychologen und Angehörige verwandter Disziplinen, die im Bereich der Friedenspsychologie (wie oben relativ breit definiert) haupt- oder nebenberuflich tätig sind.
Friedenspolitische Thesen
In die Diskussion um militärische und/oder zivile Friedenseinsätze hat der Deutsche Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes 10 Thesen zum Gewaltverzicht eingebracht. Darin werden Bedenken gegen die zunehmend verbreitete Position eines »Vorrangs« von zivilen oder gewaltfreien Wegen zur Lösung internationaler Konflikte formuliert.
Zu den Thesen
Publikation: Länderspiegel Bürgerstiftungen
In dem »Länderspiegel Bürgerstiftungen. Fakten und Trends 2007« dokumentiert die Aktive Bürgerschaft die Entwicklung der Bürgerstiftungen in Deutschland sowie in den einzelnen Bundesländern. Sie gibt Auskunft über den Zugang der Bevölkerung zu Bürgerstiftungen ebenso wie über Vermögensdaten und analysiert wesentliche Entwicklungen.
Ein Printexemplar kann gratis über die Aktive Bürgerschaft bezogen werden. Ab zwei Exemplaren wird eine Schutzgebühr von 2 Euro pro Exemplar zzgl. Porto erhoben.
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Publikation: Jahresbericht NAKOS
Der Jahresbericht von NAKOS, der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen, bietet Informationen über das Aufgabenprofil und die Arbeitsschwerpunkte in 2006.
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Veranstaltungen
Zahlreiche Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Wegweisers Bürgergesellschaft zu finden.
Besonders hinweisen möchten wir dieses Mal auf:
• 9. - 10.Oktober 2007 in Neumünster: Kooperationen als Gewinnerkoalitionen anlegen
Ein Seminar der Akademie für Natur- und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein
• 13.Oktober 2007 in Köln: Debatte um die »Überflüssigen« – Von Alteingesessenen bis zu MigrantInnen, von neuer Unterschicht bis zum Mittelstand
Eine Tagung der Forschungsstelle für Interkulturelle Studien (FIST)




