Newsletter Nr. 10/2007 von www.wegweiser-buergergesellschaft.de
Inhalt
Weltzukunftsrat
Im Mai 2007 hat sich der Weltzukunftsrat (World Future Council – WFG) konstituiert. Initiator ist der Gründer des Alternativen Nobelpreises Jakob von Uexküll. Das international hochkarätig besetzte Gremium setzt sich für langfristiges Denken in der Welt von heute ein. Es will für die Rechte zukünftiger Generationen eintreten und sicherstellen, dass die Menschheit jetzt für eine nachhaltige Zukunft handelt.
Der WFC will mit Publikationen, Kampagnen, Erklärungen sowie Beratungen, Kooperationen und Lobbyarbeit bei Regierungen, Parlamenten (e-parliament), internationalen Institutionen, Nichtregierungs-Organisationen und zivilgesellschaftlichen Gruppen und Netzwerken arbeiten. Als zentrale Herausforderungen werden die Themen Umwelt, Soziale Fragen und Wirtschaft/Politik gesehen.
www.worldfuturecouncil.org/startseite.html
Netzwerk Zukunftsforschung
Das »Netzwerk Zukunftsforschung« wurde Anfang Mai 2007 von rund 40 Zukunftsforschern/innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Salzburg gegründet. Laut Gründungserklärung ist es »Ziel des Netzwerkes, als Plattform den Kontakt, den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern zu ermöglichen und die Qualität und Wirkung der Zukunftsforschung und Zukunftsgestaltung in der Gesellschaft zu stärken und zu verbessern«. Universitäre und private Institute, Einzelpersonen sowie Unternehmenszukunftsforscher von Volkswagen und Daimler-Chrysler sind in dem Netzwerk vertreten. Es ist angedacht, ein »Jahrbuch Zukunftsforschung« herauszugeben.
Quelle: Newsletter des IZT Nr. 30
Kontakt zum Netzwerk über IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (Prof. Dr. Kreibich)
Charta der Vielfalt
Die »Charta der Vielfalt« ist eine Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen, die von der Bundesregierung unterstützt wird. Die Unternehmen verpflichten sich im Rahmen der Charta, Vielfalt anzuerkennen und wertzuschätzen. Sie schaffen ein Arbeitsumfeld, das frei von Vorurteilen ist. Im Rahmen der Charta ist ein gegenseitiger Lernprozess zwischen Unternehmen, Politik und gesellschaftlichen Multiplikatoren vorgesehen. Weitere Unternehmen sollen als Unterzeichner gewonnen werden.
Mittlerweile ist die Charta der Vielfalt sowohl von Unternehmen wie auch von zivilgesellschaftlichen Organisationen wie dem Deutschem Kinderhilfswerk, DKHW, und der Initiative Unternehmen Partner der Jugend, UPJ, unterzeichnet worden.
www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2006/12/2006-12-20-ib-charta-vielfalt-wie-geht-es-weiter.html
Kampagne »alle anders – alle gleich«
Im Rahmen der vom Europarat initiierten Jugendkampagne »alle anders – alle gleich« findet im Juni/Juli 2007 eine Antidiskriminierungstour durch 20 deutsche Städte statt. Mit einem Tourmobil wird an den verschiedenen Orten ein Programm initiert. Themenschwerpunkte der Kampagne sind Vielfalt, Menschenrechte und Partizipation. Die Kampagne dauert noch bis September 2007 und besteht aus Aktivitäten auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene.
www.jugendkampagne.de/index.php
e-participation
Der British Council und politik-digital.de haben am 21. Mai 2007 in Berlin die englischsprachige Website www.e-participation.net freigeschaltet. Auf dieser Website werden Online-Projekte vorgestellt, mit denen Bürger und Institutionen eine bessere politische Beteiligung erreichen wollen.
Die Datenbank soll durch redaktionelle Arbeit und die Beiträge der Nutzerinnen und Nutzer weiter wachsen und ein möglichst breites Bild der e-Participation-Landschaft liefern. Ziel des Projekts ist die Ermutigung von internetbasierten Beteiligungsprojekten und das Sichtbarmachen von Projekten, die oft unberechtigterweise ein Nischendasein führen.
www.politik-digital.de/presse/pm/pm103.shtml
Engagement macht stark
Zur Aktionswoche zum bürgerschaftlichen Engagement im September 2007 ist nun ein Veranstaltungskalender online. Interessierte können dort ihre Veranstaltungen rund um das Thema »Engagement macht stark« dort einstellen.
Besondere Filme
»19 gute Gründe für die Demokratie«
19 Gründe für die Demokratie – GG19 steht für einen außergewöhnlichen neuen Film, der Ende Mai in die Kinos kommt. In diesem Film werden die Inhalte der Grundrechte, der ersten 19 Artikel des Grundgesetzes, durch lebendige und aktuelle Interpretationen junger Filmemacher einem breiten Publikum vorgestellt.
»Der große Ausverkauf«
Was Marktwirtschaft in einer globalisierten Welt bedeutet und wie sie das Leben der Menschen verändert, zeigt der Dokumentarfilm »Der große Ausverkauf«. Vier Geschichten aus vier Kontinenten bringen dem Zuschauer das komplexe Phänomen »Privatisierung« über einfühlsame Porträts von Menschen nahe. Menschen, die von den oft inhumanen und fehlgeleiteten Versuchen, das Wirtschaftswachstum zu steigern, unmittelbar betroffen sind. Und Menschen, die sich auf ihre persönliche Art und Weise dagegen zur Wehr setzen. Doch auch die andere Seite kommt zu Wort: diejenigen, die Privatisierungen befürworten und für die Lösung aller wirtschaftlichen Probleme halten.
www.dergrosseausverkauf.de/frameset.html
Publikationen
• Corporate Social Responsibiliy
Der neu erschienene Leitfaden von UPJ (Unternehmen Partner der Jugend) zeigt anhand von zahlreichen Beispielen kurz und knapp, wie »Verantwortliche Unternehmensführung« (Corporate Social Responsibility, CSR) zugleich der Gesellschaft als auch einer erfolgreichen Unternehmensentwicklung dient und – gezielt eingesetzt – Wettbewerbsvorteile schafft.
Die Publikation richtet sich vor allem an mittelständische Unternehmen, die einen Einstieg in die Thematik suchen. CSR wird dabei als »Verantwortliche Unternehmensführung« übersetzt und – der nationalen und internationalen Erfahrung und der Praxis vieler Unternehmen folgend – in vier Handlungsfeldern konkretisiert: »Verantwortliche Unternehmensführung« am Arbeitsplatz, im Markt, im Gemeinwesen und gegenüber der Umwelt.
Felix Dresewski: Verantwortliche Unternehmensführung – Corporate Social Responsibility (CSR) im Mittelstand
2007, 15 Euro (Vorzugspreis bis 15. Juni: 10 Euro)
ISBN: 978-3-937765-02-0
Informationen und Bestellung:
www.verantwortliche-unternehmensfuehrung.de/index/112439
• Streetwork konkret: Standards und Qualitätsentwicklung
Mit den Standards geben sich die Arbeitsfelder Streetwork und Mobile Jugendarbeit gemeinsame Orientierungen und ein Instrument der Selbstkontrolle. Sie dienen weiterhin der Darstellung des Leistungsumfangs, der Rahmenbedingungen und der Grenzen der Arbeitsfelder. Doch Tätigkeitsfelder verschwimmen, wenn Ordnungskräfte Streetwork für sich als Arbeitsfeld reklamieren oder Streetwork als Interventionsansatz Sozialer Arbeit missverstanden wird.
In einem anwenderorientierten Zusammenspiel von Theorie und Praxis werden – erweitert um Erfahrungen aus angrenzenden Ländern – die 1999 verabschiedeten Standards auf den Prüfstein gestellt, konkretisiert und aktualisiert für eine praxis- und zukunftsorientierte Arbeit.
Stefan Gillich: Streetwork konkret: Standards und Qualitätsentwicklung
Gelnhausen 2007, 214 S., 13,90 Euro
ISBN 978-3-89774-542-1
Bestellung online:
www.burckhardthaus.de/neuebuecher.asp
Veranstaltungshinweise
Zahlreiche Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Wegweisers Bürgergesellschaft zu finden.
www.buergergesellschaft.de/veranstaltungen
Besonders hinweisen möchten wir dieses Mal auf:
• 8. Juni 2007 in Köln: 1. Fundraising-Tag der politischen Bildung
Ein Fachtag der Bundeszentarle für politische Bildung
vera.evlka.de/user/mitarbeit/meinesuche_detail.php3
• 2. – 3. Juli 2007 in Berlin: Planing for Real
Ein Workshop der Akademie für Ehrenamtlichkeit mit Tony Gibson
vera.evlka.de/user/mitarbeit/meinesuche_detail.php3




