Newsletter Nr. 24/2004 von www.wegweiser-buergergesellschaft.de
Inhalt
- Kampagne zur EU-Verfassung im Internet
- Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement
- Versicherungsschutz bei bürgerschaftlichem Engagement
- Themenhefte zu Bürgergesellschaft und Engagement
- Literaturdatenbank im Wegweiser Bürgergesellschaft
- Bürgerschaftliches Engagement in sozial-kultureller Arbeit
- Bildung
- Publikationen
- Veranstaltungshinweise
Kampagne zur EU-Verfassung im Internet
»EU-Verfassung – meine Stimme zählt« ist das Motto einer Online-Kampagne von Mehr-Demokratie e.V. und Campact. Mit der Kampagne wird ein Volksentscheid zur EU-Verfassung gefordert und auf der Kampagnenhompage werden verschiedene Handlungsmöglichkeiten angeboten.
Die Kampagnenhomepage:
www.campact.de/deutsch/EU-Volksentscheid/page.html
Die Idee von Campact stammt aus den USA: MoveOn hat mit großem Erfolg in den letzten Jahren Kampagnen gegen den Irak-Krieg und zuletzt gegen die Wiederwahl der Bush-Administration organisiert. Gegründet wurde MoveOn 1998 als Kampagne gegen das Amtsenthebungsverfahren Clintons. Viele US-BürgerInnen hatten es satt, dass sich die Politik mit privaten Skandalen anstatt mit Sachfragen beschäftigte. Sie forderten 'move on'. MoveOn-Kampagnen machen seitdem Druck bei sehr verschiedenen Themen – etwa gegen Steuerentlastung für Vermögende, Ölförderungen in Alaska oder die einseitige Berichterstattung von US-Medien.
In ähnlicher Art und Weise möchte Camapct e.V. mit seinem Internetportal »Kampagnen für eine lebendige Demokratie« ermöglichen.
Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement
Bürgerengagement darf kein Lückenbüßer sein – so lautet die Presseerklärung des Bundestags-Unterausschusses »Bürgerschaftliches Engagement« zum Tag des Ehrenamtes am 05.12.2004.
Der Unterausschuss wird in den kommenden Monaten zu folgenden Themenkomplexen arbeiten: Migrations- und Integrationspolitik unter dem Focus des bürgerschaftlichen Engagements, Förderung einer aktiven europäischen Bürgerschaft, bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen sowie Auswirkungen der Reformen auf dem Arbeitsmarkt auf das bürgerschaftliche Engagement.
Die Presserklärung im Wortlaut:
www.bundestag.de/bic/presse/2004/pz_041203.html
Versicherungsschutz bei bürgerschaftlichem Engagement
Der Bundesrat hat dem Gesetzesentwurf für einen verbesserten Unfallschutz bei bürgerschaftlichem Engagement zugestimmt. Damit tritt ab 1. Januar 2005 ein Gesetz in Kraft, mit dem der Kreis der freiwillig und ehrenamtlich Engagierten, die den Schutz der Unfallversicherung beanspruchen können, deutlich erweitert wird.
Die Presserklärung des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung:
www.bmgs.bund.de/deu/gra/aktuelles/pm/bmgs04/6040_6303.cfm
In Nordrhein-Westfalen hat nun das Land die Haft- und Unfallversicherung für Engagierte erweitert. Einbezogen sind damit auch MitarbeiterInnen von Eltern-, Umweltinitiativen sowie anderen freien Projekten. Bisher galt dieser Versicherungsschutz nur über Kirchen, Wohlfahrts- und Umweltverbände sowie Sportvereine.
www.engagiert-in-nrw.de/index.aspx
Themenhefte zu Bürgergesellschaft und Engagement
Pro und Contra zur Zukunft der Bürgergesellschaft
In der aktuellen Ausgabe des Magazins »politik & kommunikation« ist ein Pro und Contra von Dr. Rolf Kiefer, Vorsitzender Aktive Bürgerschaft e.V., und Prof. Dr. Thomas Olk, Vorsitzender des Sprecherrats des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE), unter dem Titel »Weniger Staat ist Pflicht« erschienen. Beide Positionen stehen zum Download zur Verfügung unter
www.aktive-buergerschaft.de/vab/presse/pressespiegel/2004-kiefer-olk.pdf
Quelle: Newsletter 11/2004 Aktive Bürgerschaft e.V.
Bürgerschaftliches Engagement
Heft 1/2004 von »Streitkultur – Magazin für Politik und Kultur in Europa« ist kürzlich mit dem Schwerpunktthema »bürgerschaftliches Engagement« erschienen. Das Themenheft enthält Beiträge zur Arbeit des BBE (Ansgar Klein/Mirko Schwärtzel), zur Engagementförderung des Deutschen Bundestages (Michael Bürsch) und zur Entbürokratisierung (Rainer Bode/Norbert Sievers). Behandelt werden auch die Themen Altenhilfe, Pflege und bürgerschaftliches Engagement (Tobias Immenroth), neue Freiwilligendienste (Gerd Placke), Vereins- und Verbandsmanagement (Annette Zimmer/Holger Krimmer) und Corporate Citizenship (Maksim Hübenthal/Sina Köhler/Franziska Sänger/Thomas Stimpel).
www.vpi.de/files/streitkultur_2004_1.pdf
Literaturdatenbank im Wegweiser Bürgergesellschaft
Eine Literaturdatenbank zu bürgerschaftlichem Engagement und angrenzenden Themenfeldern ist nun über den Wegweiser Bürgergesellschaft online gegangen. Die Datenbank enthält mehr als 3500 Titel und erfasst sowohl wissenschaftliche Publikationen, praxisorientierte Handreichungen wie auch nicht allgemein veröffentlichte Literatur.
Die Literaturdatenbank ist ein Kooperationsprojekt mit dem Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung an der Evangelischen Fachhochschule Freiburg, die die Daten erstellt hat und weiter aktualisieren wird.
www.buergergesellschaft.de/literatur/index.php
www.zentrum-zivilgesellschaft.de
Bürgerschaftliches Engagement in sozial-kultureller Arbeit
Der Verband für sozial-Kulturelle Arbeit hat die DVD »Bürgerschaftliches Engagement in sozial-kultureller Arbeit« erstellt. Die interaktiv nutzbare DVD beschreibt über viele kurze Filmbeiträge (vor allem aus Interview-Ausschnitten bestehend), was Menschen in drei exemplarisch vorgestellten Nachbarschaftshäusern zum Engagement motiviert, welche Rahmenbedingungen für das bürgerschaftliche Engagement förderlich sind und welche Tätigkeitsfelder es in diesen Einrichtungen gibt. Ehrenamtliche und Hauptamtliche aus Nachbarschaftseinrichtungen geben freimütig Auskunft über Motive, Haltungen und Erwartungen.
Die DVD eignet sich für Mitarbeiter/innen-Schulungen aber auch dafür, für bürgerschaftliches Engagement in nachbarschaftlich orientierten Einrichtungen zu werben.
Die DVD kann fuer 10 Euro (incl. Versandkosten) bestellt werden:
Verband für sozial-kulturelle Arbeit
Tucholskystr. 11
D-10117 Berlin
Die Internet-Version ist aufzurufen unter:
jugendserver.spinnenwerk.de/~engagement/index.html
Bildung
»Treibhäuser der Zukunft – Wie in Deutschland Schulen gelingen« lautet der Titel eines viel beachteten Filmes des Journalisten Reinhard Kahl. Produziert wurde der Film vom »Archiv der Zukunft«, einer Initiative des Autors und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Am 12. 12. 2004, dem Sonntag nach der Veröffentlichung der 2. internationalen Pisa Studie (7.12.), wird der Film »Treibhäuser der Zukunft« als Matinee in fast allen Cinemaxx Kinos (3o Kinos) gezeigt.
Informationen zum Film und zur Initiative »Archiv der Zukunft«:
www.ganztagsschulen.org/1841.php
Einen Bildungsbarometer hat das Zentrum für empirische pädagogische Forschung (zepf) der Universität Koblenz-Landau gestartet. Das Bildungsbarometer spiegelt die Meinung der Bevölkerung zu den Themen Bildung und Bildungspolitik wider. Dazu wird in einer Kooperation von 3sat und zepf eine kurze Meinungsumfrage über das Internet durchgeführt. Die nächste Befragung findet voraussichtlich Anfang 2005 statt.
Weitere Informationen:
www.bildungsbarometer.de/index.html
Publikationen
• Management-Handbuch für Zuwanderer-Vereine
Das Management-Handbuch bietet umfassende Instrumente für die professionelle Vereinsentwicklung.
Das Handbuch richtet sich an Migrantinnen und Migranten, die einen Verein gründen, ihm neue Impulse geben oder sich beruflich und persönlich weiterbilden wollen. Checklisten, Planungsformulare und Fall-Beispiele unterstützen den praktischen Charakter des Handbuches und werden ergänzt durch eine CD-ROM mit Arbeitsvorlagen.
Sabine Jungk,Sedat Cakir
SternStunden. Management-Handbuch für Zuwanderer-Vereine
Herausgegeben vom Landeszentrum für Zuwanderung Nordrhein-Westfalen
Essen 2004, 156 S., 14,90 €
ISBN 3-89861-323-2
Online-Bestellung (unter Ratgeber)
www.klartext-verlag.de/frame.php
• Marketing für Umwelt-Aktivisten
Dürfen Umwelt-Aktivisten für sich werben? Ist professionell gestaltetes Marketing für Nonprofit-Organisationen legitim? Wieviel Geld kostet gutes Marketing?
Antworten auf diese Fragen, dazu viele praxisorientierte Beispiele bietet der Marketing-Leitfaden „Engagement braucht Strategien“.
Die Herausgeber Umweltberatung Nordost e.V., Bundesverband für Umweltberatung e.V. und Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. präsentieren theoretische Grundlagen ebenso wie innovative Methoden und konkrete Praxisbeispiele des Nonprofit-Marketings.Der Schwerpunkt liegt dabei auf Einführung, Umsetzung und Evaluierung von Marketing-Konzepten.
A.Eckert-Pulwey, J.Gontermann, K.Kräusche, R.Krieger, V.Preuß:
Engagement braucht Strategien – Leitfaden zur Einführung von Marketing in der Umweltkommunikation
Oktober 2004, 61S., 12,80 Euro plus Versand
ISBN 3-937671-09-9
Bezug: Umweltberatung Nordost e.V.
Greifswalder Str.4
D-10405 Berlin
Telefon/Telefax (0 30) 2 04 44 16
E-Mail: ubnordost@t-online.de
• Öffentlichkeitsarbeit für Bürgerstiftungen
Der neu erschienene Ratgeber Öffentlichkeitsarbeit bietet eine umfassende Anleitung und wertvolle Tipps, wie Bürgerstiftungen und Gründungsinitiativen sich erfolgreich der Öffentlichkeit präsentieren und wie sie mehr Menschen in ihrer Stadt oder Region auf sich aufmerksam machen können.
Der Ratgeber ist erschienen in der Reihe »Ratgeber für Bürgerstiftungen«, in der die Aktive Bürgerschaft e.V. praxisrelevante Anleitungen für die Gründung und die Arbeit von Bürgerstiftungen veröffentlicht werden.
Die Broschüre ist als PDF-Datei online zugänglich:
www.aktive-buergerschaft.de/bsi/praxis/ratgeber/index.php
Veranstaltungshinweise
Zahlreiche Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Wegweisers Bürgergesellschaft zu finden.
www.buergergesellschaft.de/veranstaltungen
Besonders hinweisen möchten wir dieses Mal auf:
• 14. – 13.1.2005 in Meißen: Biographisches Arbeiten unter Gender-Aspekten
Eine Tagung der Evangelischen Akademie Meißen
vera.evlka.de/user/mitarbeit/meinesuche_detail.php3
• 19. – 20.1.2005 in Frankfurt/Main: Organisationsentwicklung - Neue Chancen für Bürgerschaftliches Engagement
Eine Fachtagung des Bundesnetzwerkes Bürgerschaftliches Engagement, BBE
vera.evlka.de/user/mitarbeit/meinesuche_detail_lang.php3




