Newsletter Nr. 18/2004 von www.wegweiser-buergergesellschaft.de
Inhalt
Freiwilligentage
Seit einigen Jahren finden in immer mehr Städten »Freiwilligentage« statt. Angelehnt an die amerikanische Idee des »day of caring« werden an einem solchen Tag vor allem von den lokalen Freiwilligenagenturen eintägige Projekte angeboten. Dort können sich Einzelne und Unternehmen mit ihren dafür freigestellten Angestellten in gemeinnützigen Einrichtungen engagieren. In Köln wird diese kurzfristige Engagementform als eine Form des »cooperate volonteering« organisiert, in Berlin soll dieser Mit-Mach-Tag Lust auf weiteres bürgerschaftliches Engagement machen. Einige Städte führen den Freiwilligentag in diesem Jahr im Rahmen der Aktionswoche »Engagement macht stark« durch, in Berlin und Köln finden sie schon am 18.September statt.
www.berliner-freiwilligen-tag.de
www.kfa.sostler.org/frei_tag/index.htm (Köln)
Artikel zu Engagementpolitik
Die Förderung ehrenamtlicher Arbeit muss mehr sein als eine Engagement-Förderpolitik und sollte als politisches Thema fester Bestandteil jeder Reform sein. Diese Forderung nach einer offensiveren Engagementpolitik, die sich selbstbewußt in Debatten einmischt – auch angesichts sozialer Bedarfslagen – stellt der Autor Thomas Knöbelspies in einem aktuellen Artikel, der online erschienen ist.
www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/standpunkte/;
Eine Sammlung von interessanten, konstruktiven oder kontroversen Artikeln Bürgerenagegement, Bürgerstiftungen etc. bietet die Aktive Bürgerschaft auf ihrer Website an:
www.aktive-buergerschaft.de/vab/informationen/newsletter/artikelsammlung/
Bürgerbeteiligung in Kommunen
Eine kritische Bilanz zur Bürgerbeteiligung in Kommunen zieht der Autor Lars Holtkamp in einem Artikel. Er hat die Ergebnisse empirischer Studien zu Bürgerbeteiligung in ausgewählten Politikfeldern (Lokale Agenda, Stadtmarketing, Kriminalprävention, Soziale Stadt) ausgewertet. Er schlägt ein adäquates Interdependenzmanagement der kommunalen Entscheidungsträger vor und stellt fest: »Bürgerforen können repräsentative Entscheidungsstrukturen nur punktuell und zeitlich befristet in eng definierten Bereichen sinnvoll ergänzen.«
www.buergergesellschaft.de/politische_teilhabe/modelle_methoden/herausforderungen.php
Spezielle Fortbildungsangebote
• Management in Partizipationsprojekten
Schulen kristallisieren sich immer deutlicher als Lernorte für soziales, gesellschaftliches und politisches Engagement der Schülerinnen und Schüler aller Alterstufen. Im Zuge der Intensivierung verlässlicher Ganztagsbetreuung bietet sich hier die Chance, durch die Initiierung und Durchführung von Partizipationsprojekten das Engagement der Kinder und Jugendlichen gezielt zu fördern und zu unterstützen.
An der Schnittstelle von Schule und Jugendhilfe konzentriert sich ein Fortbildungsangebot der Hamburger Hochschule für Wirtschaft und Politik auf institutionelle und strukturelle Aspekte der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen.
Das Qualifizierungsangebot (Oktober 2004 bis Dezember 2005) wendet sich vorrangig an Kommunalfachkräfte der relevanten Ressorts Schule, Jugend und Soziales, um sie zu kompetenten Partizipationsexperten im kommunalen Projektmanagement fortzubilden.
Weitere Informationen über
Städte-Netzwerk NRW
Birgit Frey
Telefon (0 23 03) 96 93-13
frey@netzwerk.nrw.de
www.netzwerk.nrw.de/fachseminar_frue_uebt_sich.htm
• Freiwilligen-Management für die Aussiedlerarbeit
Eine Schulung zum Freiwilligenmanagement speziell für die Arbeit von und mit AussiedlerInnen bietet die Akademie für Ehrenamtlichkeit an. Die Seminarwoche findet Ende September statt und richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche.
Akademie für Ehrenamtlichkeit
Thomas Kegel
Gubener Str. 47
D-10243 Berlin
Telefon ( 0 30) 275 49 38
E-Mail: akademie@ehrenamt.de
Praxishilfe »Öffentlichkeitsarbeit für Jugendinitiativen«
Wie können sich Jugendliche mit ihrem Anliegen Gehör verschaffen? Tipps für die Öffentlichkeitsarbeit für Jugendliche, die sich in Gruppen, projekten oder Initiativen engagieren, stehen nun in einer Praxishilfe online im Wegweiser Bürgergesellschaft.
Enstanden ist die Praxishilfe aus Texten der Publikation »WAS GEHT«, die von Profondo, dem Beratungsbüro für jugend.europa.bildung, und der Stiftung MITARBEIT herausgegeben wurde. Die Praxishilfe richtet sich vor allem an Jugendliche, die »ohne Anleitung durch SozialarbeiterInnen, andere Profis und Leute mit jahrelanger Erfahrung« aktiv sind.
www.buergergesellschaft.de/praxishilfen/oeffentlichkeitsarbeit/index.php
Wettbewerbe
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz führt zum vierten Mal den Wettbewerb »Aktiv für Demokratie und Toleranz« durch. Ausgezeichnet werden vorbildliche zivilgesellschaftliche Aktivitäten, die sich gegen Ausländerfeindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung sowie für den gegenseitigen Respekt verschiedener Kulturen und Lebensweisen einsetzen. Der Wettbewerb soll dazu beitragen, dass gelungene Konzepte »Schule machen«. Bewerbungsschluss ist der 30.9.2004.
»Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte« lautet das neue Thema des Geschichtswettbewerbes des Bundespräsidenten und der Körber-Stiftung. Der Wettbewerb zur Spurensuche in der Geschichte der Arbeit wendet sich an Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 21 Jahren, Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2005.
Die Bewerbungsunterlagen gibt es im Magazin SPUREN SUCHEN Nr. 18. Bestellungen bei:
Körber-Stiftung
Betsellservice
Postfach 540305
D-22503 Hamburg
Publikationen
• Die soziale Stadt – Chancen für die Gemeinwesenentwicklung
Im Rahmen des Bund-Länder-Programmes »Soziale Stadt« sind in den letzten Jahren viele Erfahrungen zur integrierten Entwicklung von Stadtteilen gemacht worden, in denen soziale Probleme gehäuft auftreten. Mit dieser Publikation dokumentiert die LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V. ihre Erfahrungen mit dem Programm und zeigt, was bei der praktischen Umsetzung zu beachten ist. Eingeflossen sind die Ergebnisse von Vernetzungstreffen, Praxisrecherchen und fachlicher Beratung an den Standorten.
LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V.
Die soziale Stadt – Chancen für die Gemeinwesenentwicklung
Stiftung MITARBEIT,Beiträge zur Demokratieentwicklung von unten Nr. 20
Bonn, 2004, 110 S., 5 Euro
ISBN 3-928053-88-4
Bestellung online:
• Tipps zum Erörterungstermin
Der Bundesverband DAS BESSERE MÜLLKONZEPT Deutschland e.V. hat einen praktischen Leitfaden mit »Tipps zum Erörterungstermin« herausgegeben. Dieser soll Bürgern und Bürgerinnen die Möglichkeit einräumen, sich auf einen geplanten behördlichen Anhörungstermin intensiv vorzubereiten. Die Hinweise beschreiben bis ins Detail verschiedene zu berücksichtigende Belange einer Anlagenerörterung.
Der Leitfaden (36 Seiten) wird auf Anfrage als PDF (251 KB) per mail oder gegen Kopiekosten per Post zugesandt.
DAS BESSERE MÜLLKONZEPT, Bundesverband Deutschland e.V.
Geschäftsstelle in S-H
Klaus Koch
Hansdorfer Weg 10
D-22962 Siek
Telefon: (0 41 07) 74 73
Telefax: (0 41 07) 85 14 67
E-mail: muellkonzept-sh@t-online.de
Veranstaltungshinweise
Zahlreiche Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Wegweisers Bürgergesellschaft zu finden.
www.buergergesellschaft.de/veranstaltungen
Besonders hinweisen möchten wir dieses Mal auf:
• 16.– 19.9.2004 in Berlin: Soziale Verantwortung im Zeitalter der Globalisierung
Eine Fachkonferenz der Gesellschaft für gemeindepsychologische Forschung und Praxis
vera.evlka.de/user/mitarbeit/meinesuche_detail.php3
• 17.–18.9.2004 in Berlin: Ideen für mehr! Ganztätig lernen
Auftaktveranstaltung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung zum Programm »Zukunft Bildung und Betreuung«
vera.evlka.de/user/mitarbeit/meinesuche_detail.php3




