Newsletter Nr. 10/2002 von www.wegweiser-buergergesellschaft.de
Inhalt
Volksabstimmung – Entscheidung am 6. Juni
Am 6. Juni entscheidet der Bundestag über die Volksabstimmung. Erstmals wird eine Mehrheit der Abgeordneten für die direkte Demokratie stimmen. Trotzdem droht der von SPD und Grünen eingebrachte Gesetzentwurf zu scheitern, weil CDU/CSU und FDP nicht zustimmen wollen. Ohne die Opposition kann die nötige Zweidrittel-Mehrheit nicht erreicht werden. Ab sofort können die Abgeordneten der CDU/CSU wieder per Email aufgefordert werden, im Bundestag für die Volksabstimmung zu stimmen. Aufgrund der grossen Resonanz der Email-Aktion von Mehr Demokratie e.V. im April – über 80.000 Emails wurden verschickt – verweigerte der Bundestag nach einigen Tagen die Annahme weiterer Mails. Jetzt ist die Aktion wieder freigeschaltet, der Bundestag nimmt die Mails wieder an:
»The GiftGarden« ein interaktives Kunstwerk in Dresden
Vom 17. Mai bis 16. Juni startet das Bildungswerk Weiterdenken in der Heinrich-Böll-Stiftung gemeinsam mit dem Büro robvisions dieses Projekt: The GiftGarden ist ein wachsendes, interaktives Kunstwerk. Entstehen wird ein begehbares Bild. Den Hintergrund bildet, inspiriert durch Henri Rousseaus »Le Reve« (1910), ein großes Urgartengemälde des Künstlers Ruairí O´Brien. Bürger und Gäste der Stadt Dresden sind während der Projektwocheneingeladen, abgelegte, handliche Bestandteile ihres Lebens (nicht-organische, von Menschenhand hergestellte Objekte oder auch Pflanzen, Obst/ Gemüse etc.) in den Dresdener Laden auf der Görlitzer Straße zu bringen. Diese Geschenke werden visuell in das Bild übertragen, das Gemälde im Laufe der Wochen bearbeitet/ verfremdet/ zerstört, der paradiesische Urgarten in einen giftgarden, ein Abbild unserer Zeit, verwandelt. Die Veranstalter verstehen das entstehende Kunstwerk als Visitenkarte Dresdens für Johannesburg, wo Ende August der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung stattfinden wird.
Kultur- Freiwillige
Für die Erweiterung des Freiwilligen Sozialen Jahres in Deutschland werden Einsatzorte in der Kultur gesucht! Die Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (BKI) ergreift hierzu die Initiative.
Gesucht werden Kultureinrichtungen:
– die bereit sind, für ein Jahr Verantwortung für Jugendliche von 16 bis 27 Jahren zu übernehmen,
– die ein interessantes, vielschichtiges Aufgabenfeld und genügend Freiräume für die Ideen und Fähigkeiten der Freiwilligen anbieten,
– die die Kosten von 500 Euro pro Monat aufbringen oder einwerben können.
Zum 1. September 2002 soll die Initiative starten. Den Service für die Einsatzstellen und ein begleitendes Bildungsangebot für die Freiwilligen übernimmt die BKJ. Wenn Sie dabei sein möchten, wenden Sie sich bitte an das BKJ Projektbüro in Leipzig. Die KollegInnen beraten Sie und bereiten mit Ihnen den Projektstart vor.
BKJ Büro Leipzig, Sternwartenstraße 4, D-04103 Leipzig, Telefon: (03 41) 2 57 73 07,E-Mail: reininsleben@bkj.de,
Internet: www.bkj.de/reininsleben
Internetportal zu Europa und Kultur
Die Europäische Kommission hat ein Internet-Portal für kulturpolitische Aktivitäten eingerichtet. Das Portal gibt einen Überblick über die kulturelle Tätigkeit der Europäischen Union, informiert über Finanzierungsmöglichkeiten auf europäischer Ebene und stellt Verbindungen zu Websites der Kulturministerien sowie Kulturportalen der Mitgliedstaaten und der assoziierten Länder her. Der Zugang zu diesem fünfsprachigen Kulturportal erfolgt über den Europa-Server der Europäischen Kommission unter europa.eu.int/comm/culture
EU-Kommission finanziert Jugend-Projekte
Die EU-Kommission hat am 30.04. einen Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen veröffentlicht. Projektvorschläge können eingereicht werden zu den Themen: Soziale Eingliederung der Zielgruppen / Aktives Staatsbürgerverhalten junger Menschen / Lokale Beratungsnetze. Diese Themen entsprechen den gemeinsamen Zielen der drei Programme Sokrates, Leonardo da Vinci und JUGEND. Der vollständige Text, die Ausschreibungsbedingungen sowie das dazugehörige Antragsformular stehen im webforum-jugend unter
www.webforum-jugend.de/framesets/prg_gemaktionen.htm als Downloads bereit. Die eingereichten Projektvorschläge müssen multilateral angelegt sein und Partner aus mind. vier Programmländern (davon mind. 2 EU-Mitgliedstaaten) einbeziehen. Antragsfrist ist der 30. Juni. Alle Anträge werden beim Büro für fachliche Unterstützung – Sokrates, Leonardo und JUGEND
(www.socleoyouth.be) in Brüssel eingereicht.Nähere Informationen über Ulli Beckers, Telefon: (0228)95 06-22 5, mail-to:beckers@jfemail.de) bei JUGEND für Europa.
»Tafel«-Projekte
1993 entstand in Berlin die erste »Tafel« in Deutschland. Ihre Arbeit besteht darin, intakte und verwertbare Lebensmittel zu sammeln und an jene zu verteilen, die das Nötigste für ihr täglich Brot nicht alleine aufbringen können. Inzwischen sind bundesweit 306 Tafeln vor Ort aktiv. Mit Hilfe von lokalem Sponsoring, das sowohl aus Lebensmitteln-, Geld-, oder Sachspenden besteht, helfen sie nicht nur Mittellosen, sondern organisieren und finanzieren sich dabei auch noch selbst. Agenda-Transfer hat die Entstehungsgeschichte und Arbeit einer Tafel recherchiert und zum Projekt des Monats Mai gewählt.
Info: www.agenda-transfer.de/german/index4de.htm, dort auf den Mai-Baum klicken!
Publikationen
Fundraising Kongress in Leipzig:
Vom 24. – 26. April fand in Leipzig der 9. Deutsche Fundraising Kongress (Veranstalter »Bundesarbeitsgemeinschaft Sozialmarketing –
Deutscher Fundraising Verband e.V.«) statt. Zusammenfassungen der Kongressvorträge können ab Ende Mai im Internet unter www.fundraisingkongress.de abgerufen werden.
Berliner Rede: Rau zum Thema Globalisierung
Unter der Überschrift: »Chance, nicht Schicksal – die Globalisierung politisch gestalten« äussert sich der Bundspräsident in der diesjährigen »Berliner Rede« zum Thema Globalisierung. Den Text der Rede als PDF-Datei (17 S.):
www.bundespraesident.de/Anlage20374/Die_Berliner_Rede_2002_von_Bundespraesident_Johannes_Rau.pdf
Broschüre »Corporate Citizenship in Deutschland«:
Eine weitere Publikation hat das Bundesministerium für Familie und Jugend zu »Corporate Citizenship in Deutschland« finanziert. Die Hochglanzbroschüre im DIN A 4 Format (56 S.) kann kostenlos bestellt werden unter www.bmfsfj.de (unter »Publikationen« kann dann unter 360 verschiedenen Broschüren gesucht werden) oder direkt unter www.bmfsfj.de/dokumente/Bestellservice/ix_73154_4757.htm
Die vom »Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge« in Frankfurt herausgebrachte Broschüre eignet sich gut, um knapp für das Anliegen des bürgerschaftlichen Engagements von Betrieben zu werben. Wer weitergehendere Informationen für die Praxis benötigt, wird ergänzend das an dieser Stelle schon vorgestellte 218 Seiten umfassende »Handbuch Unternehmenskooperation« heranziehen wollen (für Euro 8,- zu bestellen über www.mitarbeit.de)
Veranstaltungshinweise
Symposium zum Thema Generationengerechtigkeit:
Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG) lädt zu diesem Thema nach Tutzing (5.–7.Juli) ein. Weitere Kooperationspartner/Förderer (neben SRzG, Evangelischer Akademie Tutzing und YOIS-Deutschland) der Tagung sind die ZEIT-Stiftung, die Haniel-Stiftung und die Stiftung Mitarbeit. Zum Symposium haben hochrangige Wissenschaftler und Politiker aller Parteien zugesagt. Den Flyer und das Anmeldeformular kann man sich herunterladen unter:
www.srzg.de/ndeutsch/3projekte/2kongresse/5tutzing/1tutzing.htm
Weitere Veranstaltungen sind im Wegweiser Bürgergesellschaft zu finden.
www.buergergesellschaft.de/veranstaltungen/suche.php




