Newsletter Nr 22/2007 (9.11.2007) von wegweiser-buergergesellschaft.de
Inhalt
- Aktionswochen gegen Anitsemitismus 2007
- Zug der Erinnerung
- Jugendprogramm Zeitensprünge
- Aktionsprogramm für Jugendbeteiligung
- Demokratiekompetenz
- Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung
- Call for Papers: Wirtschaftsethik und Dritter Sektor
- Publikation: Fundraising
- Publikation: Leitfaden für die Zusammenarbeit mit islamischen Vereinen
- Veranstaltungen
Aktionswochen gegen Anitsemitismus 2007
Die Amadeu Antonio Stiftung hat im Rahmen ihrer Arbeit die »Aktionswochen gegen Antisemitismus« ins Leben gerufen. Bundesweit sind auch in diesem Jahr Initiativen und Gruppen dazu aufgerufen, sich rund um den 9. November auf lokaler Ebene an den Aktionswochen zu beteiligen. Ziel der Aktionswochen ist es, antisemitische Vorfälle zu thematisieren und eine öffentliche Diskussion über aktuellen Antisemitismus anzuregen. 2006 nahmen fast 100 Projektpartner aus über fünfzig Städten an den Aktionswochen teil.
Zug der Erinnerung
Der »Zug der Erinnerung« ist am 8. November 2007 in Frankfurt a.M. zur Fahrt durch die Bundesrepublik gestartet.Der Zug, der von einer Dampflok gezogen wird und aus mehreren Ausstellungswagen besteht, verkehrt auf der Strecke der früheren Deportationen der Reichsbahn. Dort steuert er die Heimatstädte der über 12.000 Kinder an, die zwischen 1940 und 1944 in die Vernichtungslager verschleppt wurden. Haltestationen nach Frankfurt a.M. sind Bahnhöfe in Darmstadt, Mannheim, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen. Insgesamt wird der »Zug der Erinnerung« über 3000 Kilometer zurücklegen.
Der »Zug der Erinnerung« ist ein Projekt deutscher Bürgerinitiativen.
Zur Projektwebsite
Jugendprogramm Zeitensprünge
Mit dem Jugendprogramm Zeitensprünge fördert die Stiftung Demokratische Jugend gemeinsam mit den zuständigen Landesjugendministerien und regionalen Kooperationspartnern junge Menschen in Ostdeutschland, die spannende historische Berichte aus ihrer Umgebung ausgraben, ergründen, dokumentieren und damit auch allen anderen Interessierten zugänglich machen. Das Programm versteht sich als Teil eines umfangreichen Handlungsangebotes der Koordinierungsstelle »Perspektiven für junge Menschen – gemeinsam gegen Abwanderung« bei der Stiftung Demokratische Jugend, um dem anhaltenden Abwanderungstrend junger Menschen aus den Neuen Bundesländern entgegen zu wirken. Bewerbungen für das Programm nimmt die Stiftung Demokratische Jugend noch bis zum 18. Januar 2008 entgegen. Ausschreibungsunterlagen, Antragsformulare sowie weitere Informationen finden sich auf der Website.
zum Jugendprogramm
Aktionsprogramm für Jugendbeteiligung
Das »Aktionsprogramm für Jugendbeteiligung« ist mit einer neuen Website online. Unter dem Motto »Nur wer was macht, kann auch verändern« und mit der Internetadresse du-machst.de finden Jugendliche Informationsmaterial für eigene Projekte sowie Zugänge zu verschiedenen Beteiligungsprogrammen und -projekten. Getragen wird das Aktionsprogramm vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Deutschen Bundesjugendring.
Zum Aktionsprogramm
Demokratiekompetenz
»Demokratiekompetenz: Lernziel in der Einwanderungsgesellschaft« ist das Jahresthema 2008 des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten (adb). Welche Kompetenzen brauchen Eingewanderte und in Deutschland seit Generationen Ansässige brauchen, um miteinander in einer offenen und demokratischen Gesellschaft leben und sie gemeinsam gestalten zu können. Mit dieser Fragestellung wird sich die Jahrestagung des adb Ende November 2007 befassen und das neue Jahresthema starten.
Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung
Der Deutsche Bundestag debattiert und entscheidet am 09.11.2007 über den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung. Mit dem geplanten Gesetz setzt die Bundesrepublik eine EU-Richtlinie zur sog. Vorratsdatenspeicherung um. Das geplante Gesetz verpflichtet alle Telekommunikationsunternehmen, die Verkehrsdaten ihrer Kunden verdachtsunabhängig für sechs Monate zu speichern. Gegen diese Pläne protestiert seit Monaten u.a. ein breites Bündnis von Bürgerrechtlern, Datenschützern und Netzaktivisten, die sich im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) zusammengeschlossen haben. Der Arbeitskreis hat bereits angekündigt, eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe einzureichen, sobald das Gesetz im Bundesgesetzblatt veröffentlicht ist. Aktuell ruft der Arbeitskreis Betreiber von Webseiten dazu auf, aus Protest gegen die zu erwartende Entscheidung ihre Webseiten zu verhüllen.
Informationen zum AK Vorratsdatenspeicherung
Call for Papers: Wirtschaftsethik und Dritter Sektor
Die Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik (zfwu) hat für ihre Ausgabe 9/1 (2008) ein Call for Papers ausgeschrieben. Themenschwerpunkt der Ausgabe ist »Wirtschaftethik und Dritter Sektor«. Der sog. Dritte Sektor zeichnet sich durch eine Reihe besonderer Eigenschaften aus (keine Gewinnorientierung, ehrenamtlich Tätige, spezielle »Mission«), die eine besondere Herausforderung für die Wirtschaftsethik darstellen. Herausgeberin der Ausgabe ist Dr. Bettina Hollstein vom Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt. Einsendeschluss ist der 30.11.2007.
Publikation: Fundraising
Ein umfassendes Nachschlagewerk, das in über 400 Kapiteln und Unterkapiteln die 1.000 Möglichkeiten des Fundraising mit Beispielen, Tipps, Checklisten und (Internet-)Adressen erläutert. So kann der Leser die Erfahrungen zahlreicher Initiativen bei der Finanzierung seiner eigenen Organisation nutzen.
Die meisten Vereine, sozialen, kulturellen, politischen, kirchlichen Organisationen etc., die Förderung brauchen, wirken im örtlichen Bereich. Daher ist dieses Handbuch vor allem als Hilfestellung für das Fundraising vor Ort angelegt. Die jeweiligen örtlichen Beispiele sind leicht übertragbar auf die gemeinwohlorientierte Arbeit in allen anderen Orten.
Das Register enthält 1.447 Schlagworte. So lässt sich das Buch auch sehr gut als Nachschlagewerk und Lexikon des Fundraising verwenden.
D. Damm/ K. Klinger/ A. Gregory/ P. Lindlacher: Fundraising, Tipps zur Finanzierung von Vereinen, Projekten und gemeinnützigen Einrichtungen in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und anderswo.
2007, 510 S. 29 Euro
ISBN 978-3-930830-53-4
Informationen und Bestellung online
Publikation: Leitfaden für die Zusammenarbeit mit islamischen Vereinen
Die muslimische Akademie in Deutschland hat gemeinsam mit dem Integrationsbeauftragten des Berliner Senats einen Leitfaden »Handlungsfelder der Zusammenarbeit mit islamischen Vereinen im Stadtteil« erstellt. Der Leitfaden benennt Beispiele für Aktivitäten vor Ort im eigenen Kiez und benennt konkrete Felder der Zusammenarbeit. Daneben werden aber auch Mindestanforderungen für die Zusammenarbeit formuliert. Offenheit und Transparenz nach außen und ein öffentliches Interesse an den Aktivitäten der Gemeinde.
zum Leitfaden
Veranstaltungen
Zahlreiche Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Wegweisers Bürgergesellschaft zu finden.
Besonders hinweisen möchten wir dieses Mal auf:
• 30.November – 1.Dezember 2007 in Berlin: Teilhabe stärken, Empowerment fördern, Gesundheitschancen verbessern!
13. Kongress Armut und Gesundheit
• 7. – 9. Dezember 2007 in Bonn: Biologische Vielfalt erhalten
Eine Werkstatt des ECOLOG-Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung




