Newsletter Nr. 3/2006 von www.wegweiser-buergergesellschaft.de
Inhalt
»fair spielt« und »fair play«
Die Aktion »fair spielt« setzt sich für faire Regeln in der Spielzeugproduktion, für die Beachtung der Menschenrechte und grundlegender Arbeitsnormen in der Spielzeugindustrie in Asien ein. »fair spielt«, das von mehreren Organisationen getragen wird, will die Spielzeughersteller und den Handel in Deutschland veranlassen, mit entschiedenen Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen vor allem bei ihren asiatischen Lieferanten beizutragen. Unter dem Titel »So bringen Sie Menschenrechte ins Spiel« ist nun eine Handreichung für Verbraucherinnen und Verbraucher erschienen.
www.woek.de/fair-spielt/pdf/fairspielt_verbraucherbroschuere.pdf
»Fair Play – Fair Life, Bringt faire Bälle ins Spiel« nennt sich eine Kampagne zu Fairem Handel im Fußballsport aus Anlass der Fußballweltmeisterschaft. Die Kampagne wird von einem breiten Trägerbündnis getragen. Die Website informiert über die Kampagne und bietet vielfältige Informationen zum Thema.
Europäisches Jugendparlament
Das Europäische Jugendparlament in Deutschland ist eines von über 30 nationalen Komitees des European Youth Parliament (EYP). Das Europäische Jugendparlament, das keinerlei politisches Mandat hat, wird ehrenamtlich von SchülerInnen und StudentInnen getragen. Die Veranstaltungen finden als erweiterte Parlamentssimulationen statt. in denen Politik, Europa und jugendliche Begeisterung ihren Platz finden.
Für April 2006 ist ein »Europäisches Forum« geplant. Unter dem Motto »New perspectives on Europe« treffen sich 45 Jugendliche aus zehn Nationen, um ihr Bild des zukünftigen Europas zu entwerfen.
eyp.beanpower.com/new/events-foren.php;
Partizipation von Kindern und Jugendlichen
Die Naturfreundejugend weist erneut auf ihr Grundsatzpapier zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen hin. Dieses Papier war als Beschluss der Bundeskonferenz 2005 entstanden und benennt 10 Kriterien für Partizipation.
217.160.77.95/www.naturfreunde.de/nfjd/ftp/3_magazin/5_stellungnahmen/nfjd/Buko05_Beschluss_Partizipation.pdf
Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert den Erhalt des §47f, der die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Schleswig-Holstein regelt. Anscheinend gibt es Überlegungen, diesen Paragraphen der Gemeindeordnung im Zuge des Bürokratieabbaus zu streichen. Das DKHW hatte in Schleswig Holstein eine Gemeinschaftsaktion »Schleswig Holstein – Land für Kinder« als Demokratiekampagne initiiert.
Siehe Presssemitteilung vom 20.1.2006 bei:
Zukunftskonferenz Ludwigsburg
Mit einer Zukunftskonferenz erarbeitet die Stadt Ludwigsburg mit breiter gesellschaftlicher Beteiligung einen Masterplan zur Stadtentwicklung »Chancen für Ludwigsburg«. Mehr als 1000 Bürger beteiligten sich bisher aktiv in den verschiedensten Veranstaltungen im Rahmen eines vorgeschalteten »Dialogsommers«. In der dreitägigen Stadtklausur vom 23.–25. September 2005 hatten sich 128 repräsentativ ausgewählte Personen aus Bürgerschaft, Gemeinderat und Stadtverwaltung offen, kontrovers und konstruktiv mit dem gesamten kommunalpolitischen Themenspektrum der kommenden zehn bis 20 Jahre befasst.
Die Zukunftskonferenz ist dokumentiert unter:
www.ludwigsburg.de/servlet/PB/menu/1180379_l1/index.html
Marktplatzmethode
Die Bertelsmann Stiftung hat ein Auschreibungsverfahren gestartet: »Soziale Partnerschaften anregen mit der Marktplatzmethode«. Internationale Erfahrungen zeigen, dass für den Erfolg von lokalen Partnerschaften zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen methodisches Wissen und Management-Kompetenz notwendig ist. Vor diesem Hintergrund möchte die Bertelsmann Stiftung (Projekt »Corporate Social Responsibility«) die in den Niederlanden entwickelte und mit viel Erfolg durchgeführte »Beursvloer«-Methode (dt.: Marktplatz-Methode) nach Deutschland übertragen und sie der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.
Die Marktplatz-Methode soll in Deutschland im Jahr 2006 an drei Pilotprojekten erprobt und evaluiert werden. Die Pilotprojektträger erhalten für ihr jeweiliges Marktplatzvorhaben eine fundierte fachliche Hilfestellung sowie Unterstützung bei der Gewinnung von Akteuren aus der Wirtschaft und bei der Öffentlichkeitsarbeit. Auf dieser Erfahrungsgrundlage wird dann ein für Deutschland passender Leitfaden erstellt, so dass bald zahlreiche solcher Marktplätze organisiert werden können.
Die Ausschreibung richtet sich an lokale Mittleragenturen (Freiwilligenagenturen, Bürgerstiftungen, Netzwerke, u. ä. m.), Kommunalstellen für Bürgerengagement, gemeinnützige Organisationen oder Verbände sowie an Unternehmen oder Unternehmensnetzwerke.
Informationen und Ausschreibungsunterlagen (unter downloads):
www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-0A000F0A-19376EA5/bst/hs.xsl/501.htm
Bürgerstiftungen
Wo gibt es die nächste Bürgerstiftung in der Region? Dieser Frage lässt sich mit dem neuen Online-Serviceangebot »Umkreissuche Bürgerstiftungen« von Aktive Bürgerschaft nachgehen. Das Verzeichnis enthält derzeit 138 deutsche Bürgerstiftungen, die auf den 10 Merkmalen von Bürgerstiftungen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen basieren. Sowohl das Verzeichnis wie auch die zusätzliche Liste der Gründungsinitiativen werden regelmäßig aktualisiert.
www.aktive-buergerschaft.de/bsi/service/bsideutschland/
Mit dem aktuellen Förderpreis Aktive Bürgerschaft werden im März 2006 erneut Bürgerstiftungen prämiert. Unter dem Motto »Zukunft stiften« stehen Bürgerstiftungen im Mittelpunkt, »die mit beispielhaften, ungewöhnlichen und wirkungsvollen Ideen und Projekten nachhaltig die Gesellschaft vor Ort verändern.«
www.aktive-buergerschaft.de/vab/
EhrenamtsMessen
In Schlewswig Holstein finden den ganzen Februar 2006 »EhrenamtMessen« unter dem Motto »Gut Getan – Schleswig-Holstein engagiert sich!« statt. Im Mittelpunkt dieser neuen Präsentationsform innerhalb eines Bundeslandes stehen regionale Veranstaltungen mit einem Markt des Ehrenamtes, auf dem sich die Vereine und Stiftungen präsentieren und ihre Angebotspalette ehrenamtlicher Tätigkeiten vorstellen. Vorträge und Diskussionsrunden informieren zu Fragen des ehrenamtlichen Engagements. Zusätzlich wird das Bürgerengagement für Kultur und Bildung vorgestellt. Die Ehrenamtsmessen sind eine gemeinsame Initiative der Bürgerstiftung Region Ahrensburg, der Diakonie und der Landesinititive Bürgergesellschaft sowie einigen unterstützenden Unternehmen.
www.ehrenamtsmesse.de/index.htm
Publikationen
• Bürgerschaftliches Engagement
Die Ausgabe 4/2005 der Fachzeitschrift »Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit« trägt den Titel »Bürgerschaftliches Engagement – Unbegrenzte Möglichkeiten?«. Sie zieht eine kritische Zwischenbilanz der reformpolitischen Diskussionen über Zivilgesellschaft und bürgerschaftliches Engagement. Namhafte Wissenschaftler und Experten machen deutlich: Bürgerschaftliches Engagement darf kein Lückenbüßer des sich zurückziehenden Sozialstaates werden. Vordringliche Aufgabe wird die Fortentwicklung von Konzepten eines »Wohlfahrtsmixes« sein – mit Konsequenzen auch für die soziale Arbeit.
Zum Inhaltsverzeichnis:
www.deutscher-verein.de/06-publikationen/archivfolder/aktuelle-ausgabe
Bestellung (10,70 Euro zzgl. Versandkosten):
Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge
Michaelkirchstr. 17–18
D-10179 Berlin-Mitte
Telefon (0 30) 6 29 80 – 517
Telefax (0 30) 6 29 80 – 9517
E-Mail: markus@deutscher-verein.de
• Kinder- und Jugendpartizipation
Politische Partizipation und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen scheint aus unterschiedlichen Interessen erwünscht zu sein, sie erfährt wohlwollenden Zuspruch und wird auch in der Förderungspolitik unterstützt, mit zahlreichen Angeboten qualifiziert und prämiert. Das Buch zeigt unterschiedliche Begründungslinien und Differenzierungen im Feld der Partizipation. Zur weiteren Profilierung des Lern- und Erfahrungsfeldes geht es im ersten Teil um das Spannungsfeld von Interessen und im zweiten Teil um die unterschiedlichen Akteure im Alltag von Partizipation.
Benno Hafeneger, Mechtild M. Jansen, Torsten Niebeling (Hrsg.): Kinder- und Jugendpartizipation – Im Spannungsfeld von Interessen und Akteuren
2005, 222 S., 22,90 Euro
ISBN 3-938094-30-3
Informationen und Bestellung online:
• Gemeinschaftsnutzungsstrategien
Forscher(innen) aus unterschiedlichen Disziplinen untersuchten am Beispiel der ländlichen Gebiete Brandenburgs, ob und inwiefern Gemeinschaftsnutzungseinrichtungen, wie Organisationsverbünde, Genossenschaften, Tauschringe oder Dorfgemeinschaftshäuser, dazu beitragen können, die Lebensqualität der Bevölkerung zu erhöhen.
Angepasst an die Möglichkeiten und Bedürfnisse vor Ort können gemeinschaftliche Nutzungsstrategien die lokale Wirtschaft stärken – und eine nachhaltige regionale Entwicklung unterstützen.
Damit geben die Forscher(innen) wichtige Anregungen für periphere Regionen auch über den Raum Brandenburg hinaus.
Ingrid Bonas, Thomas Büttner, Annette Leeb, Marion Piek, Ulrike Schumacher, Claudia Schwarz, Angelika Tisch (Hrsg.) Gemeinschaftsnutzungsstrategien für eine lokale nachhaltige Entwicklung
München 2005, 220 S., 29,80 Euro
ISBN: 3-936581-87-8
Informationen und Bestellung online:
www.oekom.de/nc/aktuelles/neue-buecher/buch/gemeinschaftsnutzungsstrategien.html
Veranstaltungshinweise
Zahlreiche Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Wegweisers Bürgergesellschaft zu finden.
www.buergergesellschaft.de/veranstaltungen
Besonders hinweisen möchten wir dieses Mal auf:
• 14. – 18.3.2006 in Genshagen: Integrationskonzepte umsetzen, Perspektiven schaffen – Instrumente, Projekte und Maßnahmen vor Ort
Ein Seminar des Instituts f. Deutsch-Franz. Zusammenarbeit in Europa
vera.evlka.de/user/mitarbeit/meinesuche_detail.php3
• 24.3.2006 in Berlin: Konzept- und Strategieentwicklung für die Vereinsarbeit
Ein Seminar der Stiftung MITARBEIT und der Akademie für Ehrenamtlichkeit
vera.evlka.de/user/mitarbeit/meinesuche_detail.php3




